Oktober/November 2021

Ein Tauchgang gönnten wir uns um die Umgehung des Tiefen Schachts besser einzurichten. Nun Liegt ein Kabel vom Sattel im Nirwana (17m) durchgehend auf ca. 24m bis in den Schrägtunnel.
Aus meiner Sicht sehr gut und komfortabel tauchbar und der schnellste Weg als Umgehung des Siphonschachts.
Alte Leinen sind raus.
War schon ein Kampf das Kabel umzulegen und raufzuziehen und geeignete Kabelführung zu finden. Zum Glück spielt mit dem CCR der Luftverbrauch nicht so eine grosse Rolle, sonst hätte ich vermutlich einige Flaschen geleert…

Weiterer Tauchgang:
Nach 15min lege ich bei der Abzweigung zum Startup Gang die 40cuft und Scooter im Schrägtunnel ab. Nach exakt 30min; Auftauchen im Schweizer Brauhaus. Leinen sind soweit i.o.

…Auftauchstelle Schweizer Brauhaus“; wie es sich gehört!

Nach ca. 20m Richtung Norden ist die weisse Leine zu Ende, hier deponiere ich die 2. 80cuft. Die gelbe Leine von Salvatore aus April ist in nur noch einzelne Stücke.

Dieser Bereich würde ich „Geröll-SM“ nennen (SM kann auch für SideMount stehen;-). Hauptsächlich mit Geröll verblockt, ich versuche ebenfalls zu entblocken, es ist relativ eng.
Es scheint wie ein Geröllkegel zu sein, in Richtung Nordwesen. Die Gangdimensionen sind ausserordentlich bescheiden, Geröll rumhieven hilft etwas. Bei 1,6m Wassertiefe ist auch mit Sidemount endgültig Schluss, Bailout Flasche ist „NoMount“.
Strömung in diesem Teil ist merklich, hier scheint jedoch schon ein Hauptzubringer zu sein.
Suche noch weitere Abzweiger, kann jedoch keine entdecken, der Gangverlauf ist überall verblockt. Gesamt verbringe ich ca. 60min in diesem Bereich; Tiefe so um die 6m – 1,6m.

Beim Schuften in diesen engen Verhältnissen hat es sogar meinem SMEBI ausgehängt…
„1,6m“ Stelle, Richtung Auftauchen, Spalte schätze ich auf 40cm Breite.

Leine habe ich wieder rausgenommen, da diese vermutlich bei grösserer Schüttung immer wieder reisst. Auch die Resten von Salvatores Leine sind raus.
Auftauchen im Schweizer Bierhaus, und, trotz kaputten Maske (die Engstelle hinten belastet das Tauchmaterial doch merklich und trägt nicht zu deren Werterhalt bei…), nach 22min (einäugig) wieder im Quelltopf aufgetaucht.

Mein Vorschlag ist hinten bei der „1,6m Stelle“ einen Lawinentracker (oder ähnliches) zu installieren und mit einem Lawinensuchgerät (oder ähnlichem) in der Doline versuchen zu Orten und von da aus zu graben/entgröllen (…falls möglich).
Motivierte „SM“-Taucher können weiter versuchen zu entgröllen/entblocken und unter Wasser eine Weiterführung zu suchen. Einige Stunden dazu zu investieren macht aus meiner Sicht Sinn.

Es ist 11.11.; Die Jägermühle ist gut besucht von einer Fasnachtszunft und natürlich gibt es Kuchen und Weissbier.

November 2021, Sebastian Kuster

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