19.9.2015

Pedro Balordi, Günter Faul, Stefan Gaar und Michi Höttl buchen sich eine Unterkunft im Lot; somit hänge ich mich auch an: wieder mal eine Woche im Lot kann nicht schaden…

Pedro liegt die Pflege des Equipments sehr am Herzen;-)

Freitag los, Übernachten in Lyon.

Samstag: Wir machen Halt in Montignac und besuchen die „Grotte de Lascaux“ mit ihren Wandmalereien.
Auf dem Weg Richtung Süden einen kurzen Halt an der Doux de Coly.


Geschäftig geht es an der Cabouy zu und her; hier ist ein GUE Projekt am Laufen.
Wir scootern in 45min bis zur hinteren Auftauchstelle und wieder 45min zurück.

Bezug von unserem Gite; der Pool ist kalt; der Wein aber auch:-)

Montag: Stefan, Michi und ich gehen in die Cregols.
Wunderbarer erster Siphon, wir erkunden den Weg zum 2. und entscheiden uns da auch kurz reinzugucken: Diese Bilder sagen alles…

Unser Haupt-Unternehmen für diesen Urlaub: Ressel; Filmen bis ans Ende.

Die Tour schätzen wir auf über 12h.
Wir möchten das Cavelink-System installieren. Auf professionellste Art&Weise wird der optimale Standort der Oberflächenstation ermittelt.

Dienstag:
8:30; zu 5t scootern wir los, im tiefen Teil S1 werden die Video-Lichter eingeschaltet.
In der Biwakhalle tauchen wir nach ca. 110 Minuten auf.
Ich entscheide mich schnell, bedingt durch einen voll gelaufenen Unterzieher und Ausfall eines Displays, nicht weiter zu gehen und den anderen beim Tragen zu helfen. Bei solchen Touren macht es keinen Sinn die Limiten auszuloten.

Freiwillig stelle ich mich als „Der Wickler“ zur Verfügung und verteile die Cavelink-Antenne quer durch die Biwakhalle…
Kurze Zeit später bestellen wir per SMS bei unseren Freunden an der Oberfläche einige Pizzen…;-)
Das Cavelink funktioniert also gut.

Schlepperei und Filmen.

Michi, Stefan, Günther tauchen im S3 nach der Biwakhalle ab. Pedro als letzter; dreht dann jedoch umgehend wieder um.
Das Team ist für solche Unternehmen zu gross und noch nicht eingespielt. Somit ist schon bei wenigen Faktoren die nicht perfekt laufen umdrehen angesagt.

Schlepperei und wieder Filmen. Pedro ist natürlich etwas enttäusch, schon wieder abzubrechen. Risiken muss man hier jedoch nicht noch weitere eingehen.
Nach 105 Minuten tauchen wir um 16:30 in der Cele wieder auf.

Mittwoch; Marchepied!
Vor 4 Jahren war ich das letzte Mal mit Pedro in dieser Höhle; ein Geheimtipp ist sie ja schon lange nicht mehr, Parkplatz und Hinweis-Schilder sind für mein Befinden leider nicht mehr so idyllisch. Hier ist der Massen-Tourismus nun angekommen.

Wichtig ist auch immer die seelische Balance!

Donnerstag:
Stefan, Michi und ich wollen bei der Thouries und Vipere reingucken. Die Thouries ist seit 2013 mit Gittern gesperrt. Hier ist ein tauchen wohl leider nicht mehr so einfach möglich…

Diese Höhle ist mein persönliches Highlight der Woche:

Bei meinem ersten Besuch vor 4 Jahren war die Sicht bedeutend schlechter und ich hatte diese Höhle komplett anders in Erinnerung. Wir sind begeistert!

Ein paar Äpfel, frisch ab den Bäumen geklaubt, ein kleines Weinchen und Pastis zur Stärkung und ab in die Vipere:

Fledermäuse schwirren uns um die Ohren.


Irgend ein Depp hat wieder mal sein Helmlicht nicht abgeschaltet beim fotografieren…

Am Wochenende ist der internationale Speleo-Kongress. Hier hat Pedro seinen Vortrag über Post/Multi-Siphon Safe-Speleo.
Da ich bereits einige Kongresse besucht habe, u.a. auch den in Sardinien im Mai, habe ich bereits vorab eine Fahrkarte gebucht, setzte mich in den TGV und fahre bequem über Paris wieder nach Hause.

Es war eine sehr lustige Woche, mit einigen tollen Unterhaltungsfilmen an den Abenden und natürlich mit wunderschönen Tauchgängen.

23.9.2015, Sebastian Kuster

%d bloggers like this: