Bereits letzten August sind Pedro und ich in der Baume-des-Anges getaucht, mit Ziel Siphon 4.

Pedro ist im S4 getaucht und hat nach dem Ende der Leine (Xavier Meniscus) weitere Leine reinlegen können (ca. 350m, -75m).
Damals war’s ziemlich sportlich zu Zweit das Material über die Trockenstellen zwischen den Siphons zu schleppen, vor allem der Teil S3 bis S4! Hinzu kommen noch die längere Tauchzeit (alleine im S4 150min) und die schlechte Luftqualität (wenig O2).
Damals war es eine 12h-Tour mit diesen Tauchzeiten:

Nun möchten wir mit besser eingerichtetem Trockenteil und weiteren Helfern da auch mehr „Komfort“ und Sicherheit in die Expedition vom S4 reinbringen. Dies war das Ziel des Ausflugs.
Dazu hat Pedro einen Transportschlitten angefertigt:

Am Donnerstag Abend treffen Andi und ich uns in St. Gallen und fahren nach Lenzburg zu Pedro zum nachtoppen der Flaschen und laden des Anhängers.

Freitag Morgen geht’s früh los, 7h Fahrt bis Mollans-sur-Ouvèze. Der Wasserstand des Flusses war in den letzten Tagen sehr hoch, deshalb sind wir immer noch nicht 100% sicher, dass wir den Fluss queren können. Wetterprognosen stehen jedoch sehr gut und der Pegel geht stetig zurück.
Angekommen; nehmen wir gleich etwas Material und versuchen über den Fluss zu kommen; mit Erfolg!


Das Material muss am Flussbett entlang, über den Fluss und dann ca. 100m in die Höhle transportiert werden.


Pedro vs. Wasser;-)


Beim Siphon


Der Wasserstand ist im Vergleich zum letzten Sommer ca. 4,5m höher, also gute Chancen zwischen S1-S2 und S2-S3 durchtauchen und nicht schleppen zu müssen:-)
Wasser, wie immer: glasklar!


Material beim Siphon:
– 1 kleine Trockenröhre mit Kamera, Bohrmaschine, etc.
– 3 x 80cuft Tiefenbailout (1 x pro Person)
– 1 x 80cuft Tiefenbailout (deponiert im S3)
– 2 x 7l O2 & 50/25 (deponiert in S3)
– 2 x 40cuft O2 & 50/25
– 1 x SMIR (Bailout CCR)
– 2 x Bonex Discovery RS
– 2 x Bonex Reference RS
– 3 x KISS CCR


Beim Durchtauchen des S1 merkte ich, wie die Trockenröhre immer schwerer und schwerer wurde… kein gutes Zeichen; Pedro und ich sehen uns an und verdrehen die Augen…
Also bei der Auftauchstelle Röhre auf, Wasser raus, Kamera testen, kurz schimpfen und weiter gehts…


Andi bei der S1 Auftauchstelle

Das Durchtauchen der Siphons verlief nach Plan und problemlos, die Trockenstellen konnten wir „übertauchen“ ohne Schlepperei. Leine in gutem Zustand.


Andi, Pedro, Sebi K. im Trockenteil S3-S4, links sieht man den Transportschlitten


Gangdimensionen


Immer wieder schöne Versinterungen, da ist Aufpassen angesagt, dass nix kaputt geht…


…natürlich gehört auch kriechen dazu


Ja… der Trockenanzug sollte etwas robuster sein…


Seilstelle


S4: Igitt; Pfui, Andi!


Gruppenfoto vor dem S4, auch hier war der Wasserstand 4,5m höher als im Sommer


Schlammiger Zugang zum S4, deshalb Seile zur Sicherung (Ausschlipfen)


Poser-Foto

 

Der Rückweg verlief super, alle 3 Siphons konnten in Einem durchtaucht werden und nach 115min Tauchzeit waren wir wieder im Eingangstopf aufgetaucht:


Diese Geschwindigkeit ist nur möglich durch optimierte Ausrüstung und schnelle Scooter; man kann sich vorstellen, dass Jede Minute in den tieferen Teilen der Siphons die Dekozeit massiv erhöht.


nach 8h Wieder draussen.


Man nehme: zu wenig Anzug-Gas, einen 90m-Siphon und Andi…
(Für solche Sachen haben wir an den Bailout-Flaschen zusätzliche Inflator-Schläuche; man müsste sie nur nutzen, gell Andi…;-)


…und Tschüss: wir kommen bald wieder…

Sebastian Kuster, 25.2.2014

 

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