Donnerstag, 7.11.2013
Ziel war durch die Engstelle im Siphon zu kommen und nach einer möglichen Weiterführung zu suchen.
Wir haben uns während den letzten Touren viel Zeit gelassen um die Leine halbwegs anständig zu verlegen (Rücktauchen bei Null-Sicht, in relativ engen Verhältnissen) und den Siphon zu vermessen. Auch konnten wir immer mal wieder Freunde mitnehmen um ihnen die «Höhlenwelt» zu zeigen.
Ebenso wechselten wir uns mit dem Tauchen ab; mit Sebi Högger und Andreas Bartsch (Material für mehr als 1 Taucher nach hinten schleppen mach keinen Sinn).
Diesmal waren wir nach knapp 30min schleppen & kriechen beim Siphon.
Material zum Tauchen:

Backplate, Sidemount-CCR, 2l-Flasche (Ersatz) und Notfallmaterial, Trocki & Unterzieher, Fässlein mit Schläuchen, Lampen, etc.
Getaucht bich ich mit dem SMEBI (Sidemount-CCR) und 40cuft Bailout. Mit Rückengerät ist es unmöglich durch die Engstelle (-12m) zu kommen, mit Sidemount geht es mit «sanftem würgen» und durch feinen Kies durchdrücken gerade so. Sicht = Null!
An der Engstelle war ich schnell (auf dem Weg noch die Leinenresten von Sebi H.’s letztem Tauchgang eingesammelt, wo er die erste Auftauchstelle markieren wollte). Das Reel lag noch in der Engstelle, jedoch ist es nach 1 Jahr bereits komplett korrodiert, dass man die Feststellschraube nicht mehr lösen konnte:

…dann halt mühsam von Hand abspulen; was jedoch bei in «sehr engem» Umfeld und Nullsicht (man liegt flach in der Spalte, Bauch und Rücken in engem Kontakt mit Boden und Decke..), dem effizienten Weitersuchen nach Weiterführungen etwas im Wege stand…
Der Gang verläuft nach der Engstelle im 45° Winkel nach oben und endet an einer bequemen Auftauchstelle. Markierte Leine zeigt exakt 92m. Von der Auftauchstelle aus verläuft der Gang horizontal in einer 45°-geneigten Spalte weiter, Dimensionen ähnlich wie im Siphon oder der Hauptgang im Trockenteil; ca. 1,5m breit und 3-4m hoch. Ebenso fliesst der Höhlenbach da hinten; sieht also aus, wie wenn es weitergehen würde…:-)
Material abgezogen und einige Meter bin ich noch weiter gekrochen, jedoch ist alles mit feinem Sediment und Schlamm bedeckt, sodass das Höhlenbächlein massiv eintrübte; da ich eh schon mit «mässiger» Sicht beim zurücktauchen rechnete und die Leine nicht gerade perfekt liegt, wollte ich nicht noch viel mehr den Siphon eintrüben und bin dann wieder umgedreht.
Es gibt leider nur 1-2 natürliche Befestigungspunkte von der Engstelle bis zur Auftauchstelle (ca. 25m Distanz), so dass wir das nächste mal 2-3 Spit setzten sollten. Ebenso sollten wir nach dem Vermessen die dünne Vermessungsleine mit einer dickeren Leine auswechseln (Margrit, da kommt dein Reel wieder zum Einsatz…;-).
Für zukünftige Tauchgänge muss mehr Bailout (zusätzliche Flasche) mitgenommen werden; bei Nullsicht OC den gesamten Siphon zurückzutauchen könnte sportlich werden; vor Allem muss auch in einem «Notfall» ein gewisser Zeitverlust in der Engstelle mitberücksichtigt werden…

Skizze, Seitenansicht Kobelwald Siphon

Skizze, Plan Kobelwald Siphon

Das Team beim Siphon: Dina, Stefano, Denis, Andi, René, Sebi H., Sebi K., Karin
Material am Siphon:
– ca. 8kg Blein
– 1kg Blei mit Klammer für flexible Leinenbefestigung
– 8l Getränke
– 1 x 2l Flasche O2 (ca. 90bar)
– 2 x 2l Flasche Luft (200bar & 100bar)
– 1 x 40cuft (ca. 130bar) inkl. Regler und Trocki-Schlauch
– Rohrzange
– Reel von Margrit (100m) mit dicker Leine
Für die nächste Tour mitnehmen:
– Spitzeug zum verleinen hinter der Engstelle
– neuer Schleifsack anfertigen fürs Sidemount-KISS
– kurzer Trocki-Schlauch
– zusätzliche Bailoutflasche (40cuft, etc.) inkl. Regler
8.11.2013; Sebastian Kuster
