Den ersten Tauchgang in besagter Höhle habe ich 2012 mit René unternommen, wir sind dabei im Siphon 2 bis zum tiefen Schacht getaucht. Diesen zu betauchen war von da an sehr weit oben auf meiner Wunschliste!

Durchtaucht man Siphon 1, folgt eine kurze Trockenpassage welche es zu überwinden gilt. Neben der meist schlechten Sicht warscheinlich der Hauptgrund, weshalb der Schacht eher selten im tieferen Bereich betaucht wird.

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Der einladende Quelltopf…

Am Sonntag den 23.06 habe ich mich spontan für die Betauchung der Höhle entschieden. Um 10 Uhr traf ich bei der Höhle ein, wie erwartet sah der Quelltopf nicht sehr einladend aus.

Nach den üblichen Vorbereitungen tauchte ich gegen 11 Uhr bereits am Ende des S1 auf. Zuerst habe ich das KISS (Rückengerät) auf die andere Seite gebracht und ausgezogen, danach jeweils einzeln den Sidemount-CCR, die Stage und das restliche Kleinmaterial.

Ca. 15 Minuten später tauche ich im zweiten Siphon ab. Den Hauptgang kannte ich bereits, daher habe ich mich beim ersten „T“ für die Alternativroute nach rechts entschieden. Die Leinensituation war in diesem Teil der Höhle sehr chaotisch, und musste an vielen Stellen geflickt bzw neu verlegt werden. Folgt man dem Gangverlauf, stösst man einige Minuten später auf eine (je nach Konfiguration) knackige Engstelle. Hier habe ich fürs Erste Kehrt gemacht, um mich einem kleinen Seitengang weiter vorne zu widmen. Diesen findet man als „T“ ziemlich am Anfang der Alternativroute. Die Leine Endet hier bereits nach wenigen Metern und der Gang ist als kurzes Stück auf den Plänen nur gestrichtelt eingezeichnet. Also habe ich mein Reel befestigt und bin rein „getaucht“ (war wohl eher kriechen!). Der Gangverlauf wird dabei zunehmend enger, nach einer rechts-links Schikane war dann Endstation. Ich steckte mit meinem Material komplett fest, es gab kein vor und zurück mehr. Eine wahrlich unangenehme Situation, denn gleichzeitig verschlechterte sich die Sicht durch die „Befreiungsbemühungen“ auf nahezu 0cm. Also habe ich meinen Sidemount CCR und die Stage abgeclippt und mich Stück für Stück der Leine nach ca 30m rückwärts geschoben (an ein drehen war in diesem engen Gang nicht zu denken).

Danach hate ich erstmal genug von engen Gängen und ich folgte dem Hauptgang bis zum tiefen Schacht. Hier angekommen, folgte ich dem dicken Bergseil in die Tiefe. Der Schacht ist überraschend gross und sehr chaotisch (aber durchgehend) verleint. Neben der Alternativroute, welche bei -30m in den Schacht führt gibt es diverse weitere, nicht in den Karten eingezeichnete Abzweiger.

Die markierte Leine endet auf -75m, eine angeknüpfte führt in -80m zu einer Verengung. Da ich den weiteren Verlauf nicht sehen konnte, ging ich mit den Flossen voran rückwärts rein. (Kopfüber in einer Engstelle auf -80m zu Stecken wäre sehr unschön) Dadurch wurde die so schon sehr schlechte Sicht weiter beeinträchtigt, wodurch ich in der kurz darauf folgenden Kammer nicht mehr viel erkennen konnte. Hier befindet sich das momentane Leinenende auf -86m, eine Weiterführung konnte bisher nicht gefunden werden. (Fraglich ob seit 2002 überhaupt nochmal danach gesucht wurde?) Aufgrund der Sicht habe ich rasch umgedreht, da eine Suche unter diesen Umständen sowieso wenig Sinn macht.

Ein weiterer „Ausflug“ zur Pont du Diable ist also vorprogrammiert 😉

Der Rückweg verlief Ereignislos, bei sehr….sehr schlechter „Sicht“. Gut 4.5h nach dem Abtauchen in Siphon 1 erblickte ich in selbigem wieder das Sonnenlicht.

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II Ein paar neue Kratzer kamen wohl dazu 😉

Am Sonntag und Montag-Abend wurde dann noch „Zar“ (Hat doch Ähnlichkeit mit einer Bombe?) fertiggestellt. Ein im Verhältnis zur Grösse beeindruckender Akku:

-40x 18650 Panasonic NCR Zellen (Lithium Ionen), als 4S10P geschalten

-Nennspannung / Ladeschlusspannung: 14.8V / 16.8V

-Nennkapazität / gemessene Kapazität: 34Ah / 35Ah

-Energiemenge: 518Wh (mehr als so mancher Scooter)

Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, kann der Tank wahlweise mit einem 1 oder 2-fach Abgangs-Deckel versehen werden. (E/O Kabel)

Ob 10h Heizen, 20h licht oder 2.5h filmen mit 200W Lichtleistung… mit dem Ding stösst man sicher nicht so schnell an die Grenzen 😉

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Autor: Oliver Werren

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