September 2020
Wiederum zahlreiche Vermessungstauchgänge in der Aachquelle:
– Aachkanal Dimensionen
– Aachkanal Seitenspalten
– Siphonschacht und Schrägtunnel Dimensionen
– Neuer Gang unter dem Endversturz

Somit hat die Aachquelle aktuell ca. 1700m vermessene Länge.

Vielen Dank an Holger und Annerose

Spool in Seitenkluft, bei „Aachkanal 35“
Holger beim Vermessen im Aachkanal



23.9.2020
Ziel war Dimensionen im Siphon-Schacht und im Schrägtunnel zu messen und Seitengänge abzusuchen; dies waren die letzten „grösseren Messungen“ um somit nun einen veröffentlichungswürdigen Plan der Aachquelle zu haben.
Auch hier werden systematisch die Höhlendecke und Wände untersucht.
Scooter sind hierzu sehr hilfreich und effizient.

Im Siphon-Schacht werden 2 Leinen zurückgeschnitten und geeigneter verlegt, damit diese auch etwas stärkeren Schüttungen standhalten.

  • Eine Leine geht höhleneinwärts vom Kabel links (ca. 35m Tiefe, kein Jump) nach oben, durchgängig durchs „Blinde Huhn“ (also ich gehe davon aus, dass es dies ist) wieder an das Kabel auf ca. 24m (somit ein schöner tauchbarer Loop, auch mit Rückengerät).
  • Eine Leine geht höhleneinwärts rechts (ca. 35m Tiefe) mit einem Jump, ca. 2m vom Kabel weg, hoch ins Nirvana an dessen Leine.


Im Schrägtunnel wird höhleneinwärts rechts oben in 13m Tiefe, einen neuen Gang entdeckt.
Dieser ist ca. 70m lang und führt relativ gerade und gleichmässig auf 12-13m Tiefe Richtung Norden.
Gangdimensionen sind ca. Höhe: 1-2m, Breite: 0.8-2m.
Es gibt ca. 2 Abzweiger, höhleneinwärts rechts und nach oben weg.
Bedingt durch „out of Leine“ (2 Spools) wird umgedreht. Von dieser Stelle aus zweigt rechts und links ein Gang ab, jedoch ist hier Sidemount-Konfiguration die bessere Wahl.

Trotz aktuell sehr geringer Schüttung von ca. 2-3 Kubik/sek, gibt es eine spürbare Strömung in dem Gang, hinten bei der Verzweigung von Rechts her kommend.
Kleine Höhlenfische tummeln sich in diesem Gang.
All dies deutet auf einen Hauptzubringer hin.

Wir möchten ausdrücklich bitten diesen Gang vorerst nicht zu betauchen.
Grund ist der Höhlenschutz: es hat zahlreiche sehr filigrane fossile Mollusken, Formationen und Kristallen).
Durch die relativ engen Gang-Dimensionen ist Höhlenkontakt und damit „Zerstörung“ unausweichlich.

Der Topf; Bedingungen waren oft „perfekt“
2 Spools verleint im „neuen Gang“




26.9.2020; Nachvermessung des Hauptgangs mit Annerose

Sebastian und Annerose vor dem Abtauchen
Bewährtes, robustes Vermessungsmaterial
Die Kabelführung wird in der Höhle nach und nach erweitert
Typisches Resultat nach Vermessungs-Tauchgängen
Und natürlich kommen auch die Kuchen-Liebhaber nie zu kurz…

Oktober 2020, Sebastian Kuster

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