Freitag, 26.9.2014
Wegen tropfender Nase ist ein Tauchen dieses Wochenende leider nicht möglich:-(
Somit muss kurzfristig das Frankreichwochenende und die Alternativ-Option Lauiloch mit Markus umgekrempelt werden: gemütliche Tour ins Brandloch, oder nein; da war doch noch was zu Tun im Windloch…?
Also Windloch: Samstag, 9 Uhr auf den Glockenschlag treffen Markus und ich uns im Klöntal zum Kaffee.

Wir wollen los; als Erstes kommen uns ein schöner glockender Alpabzug entgegen:-)
 


Ca. 300-400 Höhenmeter Aufstieg. Wir brauchen 1h (?).
Irgendwo da oben beim orangen Pfeil ist die Höhle…


Die Abkürzung…

Nach einer Stärkung und Diskussion über die Luftqualität in Tauchflaschen, welche seit 10 Jahren im Windloch liegen machen wir uns doch nur mit einem Schleifsack auf den Weg; schliesslich wollen wir es gemütlich angehen…

Ziel war ein Siphon, welcher in einer der nächsten Touren betaucht werden sollte. Markus war vor ca. 10 Jahren das letzte Mal da.
Achja; natürlich lagen unterwegs dann noch 2 x 4l-Flaschen (300bar) und ein 10kg Bleigurt welche auch zum Siphon wollten…
Kurz an der Pressluft geschnuppert; für Gut befunden und eingepackt.

Das macht im Schleifsack: 2 x ca. 7kg plus Notfallmaterial & Snacks.
Diejenigen, die auch schon mal Schleifsäcke getragen haben; 17kg ist schwer! (vergleichbar mit einer 80cuft).

Somit könnten die folgenden Bilder bitte mit einer etwas erhöhten Anerkennung betrachtet werden:


10-15m-Stufen auf & ab; gross, klein: trocken, nass-dreckig…


Verfärbungen Alu-Seil?


Der 10kg Bleigurt ist gerade in den Engstellen nicht gerade eine Hilfe; auch das Einzwicken im Wambs-Bereich ergab einige schöne rote Stellen…


Ganz fieser Gang (nahe unserem Ziel, ca. 3.5h unterwegs):
Wahl; Nasse Füsse oder viel Kraft, damit das Material im Schleifsack nicht komplett absäuft…


Markus vor mir; ein klägliches Stöhnen; der Gang ist plötzlich Wassergefüllt!
Ein See, wo vor 10 Jahren noch keiner war, hinderte uns (vermutlich kurz vor dem Ziel) den Siphon zu erreichen. Wir waren nun 3 3/4h unterwegs.

Ironie: gerade beim Abmarsch liess ich noch einen Spruch fliegen von wegen; „Nur wenn man auch hie und da scheitert, hat man umso mehr Freude wenn man wieder mal gewinnt!“
…naja; also in dem Moment sind solche Sprüche nicht gerade motivierend…


Ein kläglicher Versuch einen Graben zu machen damit das Wasser abfliesst… Man beachte den Gesichtsausdruck von Markus…;-)


4l-Flaschen und der Bleigurt deponiert; der Rückweg ist nun wie wenn man durch die Höhle schweben würde…


Markierungspunkt 64; nahe dem See und dem Flaschen/Blei-Depot


In dieser Engstelle ging dann vermutlich meine Kamera kaputt; scharfe, kantige Steine.


Warum sind die Bilder so…?

Darum:

Nach 5.5.h wieder draussen, gönnten wir uns ein Glässchen „Marillen-Schnapps“ bevors wieder ab ins Tal ging.

Der Muskelkater am nächsten Tag war zu erwarten (also nicht der vom Schnapps!).

Die nächste wird eine Einricht-Tour sein um noch einige heikle Stellen sicherer und einfacher passierbar zu machen.
Danach werden noch Träger-Helfer gesucht für den Tauch-Vorstoss; bitte bei mir oder Markus melden;-)

Wieder mal eine ganz tolle Tour; vielen Dank Markus Flury!

1.10.2014; Sebastian Kuster

Categories: Alle Höhlen

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