Donnerstag 2.4.

Anreise:
Nach etwas Stau kam ich gegen 18:00 in Lenzburg an, schnell umgepackt und zu dritt (Michi Höttel, Pedro und ich) los Richtung Frankreich.
Ohne weitere Verkehrsbehinderungen waren wir recht früh in unserer Zwischenstation, hätten wir
das gewusst, wären wir sicher durchgefahren:-(.
Auf dem Weg musste ich mit bedauern feststellen das wir Sebis (SKU) Hitparade vergessen hatten, der schwerwiegendste Fehler unseres Osterausflugs!

Freitag 3.4.
Ausgeschlafen und voller Tatendrang haben wir kurz unser nicht Tauch/Picknick Gepäck in der Unterkunft deponiert. Über Ort, Lage, Frühstück lässt sich streiten, aber die Betten waren sauber und es gab sogar eine Dusche mit Warmwasser. Da niemand mein Geschnarche hören wollte wurde ich in den Wohnwagen ausquartiert.

Als erstes steuerten wir die „Goul de la Tannerie“ an. Pedro experimentierte mit seinem SMIR diverse Tragarten aus während Michi mir den Flachen Teil zeigte. Da mir das Labyrinth gänzlich unbekannt war bat ich Michi regelmässig zur Umkehr… bailout Radius und so, woher zum Teufel soll ich wissen das das gerade ein Loop wird?

Danach genossen Pedro und Michi die Sonne und das Picknick während ich kurz in die „Goul du Pont“ hüpfte. Ui schnell tief 🙂



Keine Haare am Sack aber im Park rauchen, also alles völlig normal.

Samstag 4.4. statteten wir der „Source de Marnade“ einen Besuch ab.
Mit Perfekten Bedingungen hatten wir die Höhle für uns alleine. Den Höhlensee konnten wir fast Kontaktlos überscootern, die Spuren im Schlamm erzählten von kräftezehrenden Touren anderer… Im zick-zack ging es durch wunderschönen weissen Stein bis in einen riesen Schlot, sowas kannte ich bisher nur Trocken.

Begeistert von den Dimensionen liessen wir uns in die Spalte der Hauptfortsetzung fallen und folgten dem dann wieder grösser werdenden Gang noch ein Stückchen.



Idylle 😛

Sonntag 5.4.
„Peyraou de Chadouillet“ stand auf dem Programm, leider ist die kürzeste Anfahrtstrecke mit einem Ferienhaus verbaut worden also war schleppen vom „wilden“ Park & Campingplatz angesagt.

Netterweise tauschte Pedro seinen TG für ein Sonnenbad und half uns unser Gerödel zum Loch zu tragen.
Rein rutsch es sich ja leicht, aber wie kommt man hier wieder raus?
Endlich tauchbereit scootern wir die halbtrockene Passage entlang. Plötzlich liegt Michi vor mir auf dem blanken Fels und clipt sein Gerödel ab. Rüpelhaft gröle ich von hinten er soll keine Theater machen und die 2m eben alles aufs mal rüberheben, also aufgestanden Michi zur Seite geschupst und los. Mist, 2m? wohl eher 20m :-(, fluchend auch alles abgelegt und erstmal wieder schleppen.
Nach 3 mal laufen und diversen Abkühlungsbädern endlich im verschlampten Loch abgetaucht. Nach 4m schon super Sicht. Etwas zu gemütlich scootern wir bis zum flacheren Teil. Michi wollte gerne noch ans Ende aber ich flehte ihn an mein Pinkelventil nicht zu überlasten und umzukehren. Der Rückweg war dann doch etwas trüber, schlecht sah man in den engeren, verlehmten Kurven.
Um das rausschleppen etwas entspannter zu gestalten schauten wir abwechselnd mit leichtem Bailout noch in den flachen Südgang. Glasklar, aber nichts gutes fürs Trockieinlassventil. Unter den Grinsenden & schmulzenden blicken lokaler Speleos kämpfen wir uns die Geröllhalde hoch. Dank reichlich Dekobier ging die abschliessende Schlepperei doch irgendwie vorbei.



Voller (Hoffnung) Erwartung



Michi Flucht



geschafft!



Muss das jetzt sein?



Stunden später

Montag 6.4.
Auf dem Heimweg stoppten wir nochmals an der „Goul de la Tannerie“. Pedro optimierte weiter die Wasserlage seines SMIRs während Michi und ich (jetzt viel entspannter:P) die meisten Seitengänge im flachen Teil abflösselten. Da die ersten 200m parallel zu unserem TG neuvermessen wurden sahen wir aus Rücksicht von einem betauchen der schmutzigsten Gänge ab.



Schade Urlaub vorbei

Dank moderner Unterhaltungselektronik hat nur Pedro etwas Langeweile auf der Rückfahrt, Entschuldigung 😛

Alles in allem ein entspanntes Osterwochenende mit Perfekten Tauchbedingungen.
Verluste: eine neue Caveman 🙁

8.4.2015, PitschPatsch (Andi Bartsch)

Categories: Alle Höhlen

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