Vorstoss in der „Baume des Anges“ mit Pedro, Sebi, Denis, Stephan und Andreas
Am Wochenende vom 6.-9.3.2014

Blog zum Materialtransport 2 Wochen zuvor:
https://www.wedir.ch/Blog/tabid/122/ID/23/Baume-Des-Anges–Materialtransport.aspx

Am Donnerstag fahren Sebi und Andi Richtung Lenzburg um bei Pedro das Auto und den Hänger zu laden; in einer zügigen halben Stunde ist dies geschafft und wir sind auf dem Weg zu André um seine Limetten zu plündern (selbst verständlich gemeinsam mit einem Spritzer Havanna-Rum und Cola…;-).

Mit kleinen Augen treffen wir uns Freitag am Morgen früh mit Denis in Aarau; Tauchkrempel in den Anhänger, Tuareg gestopft und los geht’s zu Viert Richtung Frankreich. EAV und Karel Gott vertrieben (nicht) jedem die lange Fahrt; Andi und Sebi singen selbstverständlich lauthals mit (sie haben extra für Pedros Ohren noch geübt…).

Das gute Wetter, ganz anders als vor 2 Wochen, liess uns grübeln ob wir nun etwa doch zwischen S1/S2 und S2/S3 schleppen müssen. Die Zeit um die Schneeschmelze scheint jedoch für die Baume perfekt zu sein.
Durch eine Schwinde im Eingangsbereich scheint sie dann immer tauchbar zu bleiben, zwar hat es etwas Strömung, die Bonex juckt dies jedoch nur gering, dafür kann man bis zum S3 durchtauchen.

Um ca 14 Uhr sind wir an der Baume, wo Stéphan bereits auf uns wartet; Truppe ist komplett.

Material ist bereits vorbereitet, schnell in Schleifsäcke verstaut, mit dem Schleppen kann begonnen werden…


Stiefel für den Trockenteil ans Kiss geklemmt


Stéphane guckt sich bei Pedros KISS einige Tricks ab.


Wir sind schon am sammeln um dem armen Andi mal vernünftige Schuhe zu kaufen…


Das Material ist relativ schnell über den Fluss in die Höhle getragen, Dekokette abgesprochen, noch die letzten Sonnenstrahlen genossen und los geht’s ins Dorf um ein Pastis zu knebeln…

Pünktlich und geduscht gehts zu einem Werschaftem Znacht bei Stephanie und Thierry (unsere netten Vermieter)!

Selber gefundene Pilze, selbst gemachte Pasteten, Schnecken in Öl, selbst gejagten Bambi…


Denis, kaum zu bremsen, will unbedingt auch mal vom 9 Jährigem Ziegenkäse probieren… (Pedro, Andi und Sebi sind seit dem letzten Besuch etwas vorsichtiger geworden…) 🙂

Samstagmorgen um 7 Uhr los, gemütlich Richtung Höhle. Pedro taucht alleine vorne weg, Sebi, Stephan Denis und Andi hinterher. Nach knapp 2h erreichten wir problemlos das Ende vom S3.
Die Deko hier sitz man in einem schönen schlammigen Gang ab, besser nicht scootern…. bssss zuuu spät…: Sicht „leicht eingetrübt“


Ausstieg S3, ca. 10m muss man hier mit dem Gerät am Rücken hochklettern.
Unten im Wasser sieht man noch das deponierte Material im Siphon, gesichert an einem eigens dafür montierten Seil.


Pedro und Denis, etwas weiter oben bei der Umzieh-Stelle


Gangverlauf


Hier montiert Pedro eine Verankerung um einen Seilzug für das Material einzurichten


…Sebi und Denis feuern ihn mit flotten Sprüchen an…


Denis; gute Thermo-Unterwäsche, Knieschoner und „Wasser-Leicht-Boots“
Knieschoner sind ein Muss; Andi hat dies nicht für nötig gehalten; zum Glück hatte der total selbstlose Sebi noch ein Reserve Paar mit dabei und hat die natürlich gegen einen kleinen Gegenbetrag zur Verfügung gestellt…;-)


Transport des KISS im Schlitten; „verhältnismässig“ sehr, sehr komfortabel


Der See auf dem Weg hat deutlich mehr Wasser als wie vor 2 Wochen. Somit eine kleine Schlammschlacht…


Pedro montiert beim S4 eine Verankerung um die Tauch-Leine zu befestigen (da kein natürlicher Verankerungspunkt)


Montage des Hilfs-Seils um im Siphon ein-&auszusteigen; vor allem bei niedrigem Wasserstand ist es ohne Seil unmöglich wieder aus dem Siphon zu kommen…


Installiertes Hilfs-Seil


Pedro beim Abtauchen, SMIR & Bonex liegen im Schlamm


Die restlichen vermessen die Trocken-Passage S3->S4. 199m und 17m Höhendifferenz!


Andi beim Nickerchen; sieht bequem aus;-)


Nach 2,5h; Pedro klitschnass zurück; er ist schon beim Abtauchen abgesoffen; somit wurde es langsam etwas kalt…;-)
Die Baume wird im S4 immer grösser. Er konnte den bekannten Teil des S4 bin in eine Tiefe von 83m um ca. 220m auf 550m verlängern. Hier ist wohl noch lange nicht Schluss, gut dass wir den Schlitten schon in der Passage haben, denn wir kommen sicher noch öfters wieder…


Auch im S4 ist ein Rauf & Runter…

Zukünftige Vorstoss-Tauchgänge werden im Bereich von 3-5h sein, da das Gangprofil tiefer geht; somit mehr Deko.


Sebi beim Schleppen vom SMIR.


Seilzug um den Schlitten in die Engstelle hochzuziehen

Engstelle mit Seilzug


Material im Trockenteil; gesichert an einem Haken


Team-Foto bei der Umziehstelle: Stéphane, Pedro, Andi, Denis, Sebi

Flux alles zurück zum S3 geschleift und abgetaucht, oopsy so schnell dann doch nicht… aus „unerklärlichen Gründen“ ist der Scooter von Pedro im aufgewühlten (also ca. 0-0,5m Sicht!!!)  Siphon unauffindbar (Anmerkung der Autoren: Denis ist Schuld!)
Nach guten 30min und 3 mal abtauchen auf 10-20m, taucht Sebi grinsend mit dem Scooter auf.
Doch noch nicht genug: Denis macht Tango mit einer Leine; ein Reel hat sich im schlammigen Quelletopf gelöst und verschnürte seine halbe Ausrüstung, wahrscheinlich bloss um sicherzustellen das wir auch nix verlieren;-)
Nachdem wir mit entknoten und wickeln fertig waren ging es endlich zurück Richtung Essen.
Die Nullsicht hielt den gesamten S3 an (vermutlich hat die Scooter-Sucherei hier auch noch einen gewissen Beitrag geleistet;-); Bubble check war so zu sagen erst auf ca. 40m möglich.

Der Flow im S3 ist recht stark und die schlechte Sicht verteilte sich überall. Mit wenigen Metern Sicht und Bonex-Speed brauchte es alle Konzentration um der Leine zu folgen. Denis verhedderte sich noch in einem losen Leinenstück; dies dooferweise an der tiefsten Stelle; wie kann es anders sein…
Hier verliert er auch noch eine seiner Lampen; welche dann Pedro (der machte so zu sagen das „Schlusslicht“) wieder findet und somit singen dann alle im Chor: Karel Gott mit „Fang das Licht“:-)

Auch für Andi war es Lehrreich: in einer ungewissen Situation ist immer beim Schwächsten zu bleiben; gell Andi…;-)
Hierzu kam uns natürlich auch sofort eine musikalische Umrahmung in den Sinn:

Nach wieder 2,5h scootern und etwas mehr Deko waren wir alle wieder Draussen und einige von uns um viele Erfahrungen und Eindrücke reicher:-)


Profil aus der Höhle raus.

Gesamtdauer der Tour: ca. 11h in der Höhle.

Der Erfolgreiche Vorstoss wurde mit einigen runden Pastis gefeiert. Prost!


Abschieds-Foto in der Toulerenc

Material „auf Mann“:
– Sidemount CCR (SMIR)
– 4 x Tiefen-Bailout
– 5 x Scooter
– 1 x Reserve Scooter
– Trockenröhre

Deponiert im S1:
– 2 x O2
– 2 x 50/25
– 1 x Reserve Scooter
Deponiert im S3:
– 1 x O2
– 1 x 50/25
– 1 x Tiefenbailout

Anzuggas wir bei solchen Tauchgängen knapp: deshalb haben wir für den S1 jeweils eine separate Anzug-Gas-Flasche benützt und diese am Ausgang S1 deponiert.

Andreas Bartsch, Sebastian Kuster, 19.3.2014

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